Blick vom Esel zum Pilatus Kulm und zum Tomlishorn (14.07.2009)

Pilatus

(2132 m)

  


Mit freundlicher Genehmigung des ADAC 1995

   
Der Pilatus ist ein Berg der Schweizer Alpen in der Nähe von Luzern. Die Pilatusbahn (PB), die steilste Zahnradbahn der Welt, führt mit einer maximalen Steigung von 48% von Alpnachstad (436 m) auf 2070 m (Fahrpreis 2002: 58 CHF, mit ADAC-Karte nur 46,40 CHF; 2009: 64 CHF bzw. 41,30 €, Parkplatz: 5,00 CHF). Die Fahrt allein ist bereits ein Erlebnis, wegen einiger Felsabgründe aber vielleicht auch nicht jedermanns Sache. Von Luzern her ist der Berg mit einer Gondelbahn (Kriens-Krienseregg-Fräkmüntegg) und einer Seilbahn (Fräkmüntegg-Pilatus) erschlossen. Dies ermöglicht eine wunderbare Rundreise von Luzern auf den Pilatus (Seilbahn oder Wanderung), danach mit der Zahnradbahn nach Alpnach und via Dampfschiff aus der Jahrhundertwende zurück nach Luzern. Dem Besucher bietet sich auf der Spitze eine fantastische Rundsicht über den Vierwaldstättersee.
Der Sage nach erhielt der Berg seinen Namen, weil im Gipfelsee, dem Oberalpsee, Pontius Pilatus seine letzte Ruhestätte fand. Überall, wo man seine Leiche zuvor bestatten wollte, traten heftige Stürme auf. Deshalb wurde ein hoher Berg wie der Frakmont ausgewählt, auf dem ohnehin fortwährend Unwetter toben. An jedem Karfreitag soll der römische Statthalter von Judäa aus seinem nassen Grab steigen und in vollem Ornat zu Gericht sitzen. Bis ins 16. Jahrhundert hatte der Stadtrat von Luzern das Besteigen des Berges unter Androhung von Strafen verboten. Pilatus sollte im Gipfelsee nicht gestört - und keine Unwetter heraufbeschworen (!) - werden.
Der höchste Gipfel des Pilatusmassivs ist das 2128 m hohe Tomlishorn, ferner gehören dazu die Gipfel Esel (2119 m), Klimsen (1907 m), Matthorn (2041 m) und Widderfeld (2076 m).
Der Pilatus ist auch sehr schön von der gegenüber liegenden Rigi zu sehen. Vom Hotel Pilatus-Kulm führt ein schöner Weg zum höchsten Gipfel, dem Tomlishorn. Er ist als Natur-Lehrpfad gestaltet, denn fast alle verschiedenen dort wachsenden Alpenpflanzen werden mit einem kleinen Schild erklärt, wobei viele Arten sogar mehrfach beschrieben sind. Wenn man also einmal etwas übersieht, erkennt man es an der nächsten Stelle. Vom Gipfel hat man eine schöne Rundumsicht. Während wir 2002 wegen der Wolken allerdings kaum ins Tal sehen konnten, hatten wir 2009 großes Glück: Wir konnten sehr schön Luzern mit der Kapellbrücke, den Vierwaldstättersee und die Rigi gut erkennen.
Im Sommer 2009 hatten wir das Glück, beim Hotel einem Alphornbläser zu begegnen, der dort wiederholt kleine Melodien spielte und bereitwillig Auskunft zu seinem Instrument gab. Hier eine kleine Hörprobe (mp3-Datei 944 kB):


Ausschnitt aus einer Orientierungstafel auf dem Pilatus Kulm (14.07.2009)


Blick zum Esel (14.07.2009)

Fotoalbum