Timmelsjoch, Blick zur italienischen Seite (04.08.2007)
Timmelsjoch /
Passo Rombo

(2509 m)










Mit freundlicher Genehmigung des ADAC 1999

 



Das Timmelsjoch verbindet St. Leonhard im Passeiertal (693 m, siehe auch Italien/Jaufenpass) mit dem Ötztal. Von St. Leonhard sind es 30 km mit 14 Kehren und einer maximalen Steigung von 13%, vom Pass bis Obergurgl sind es 13 km mit 11 Kehren und maximal 12% Steigung. Der österreichische Teil der Straße ist schon lange mautpflichtig (2002: 8,00 Euro), der italienische Teil ist es nun auch (2007: 13,00 Euro gesamt, davon sind 2,16 Euro für den italienischen Teil bestimmt, 2011: 14,00 Euro gesamt). Der italienische Teil der Straße besteht seit 1940 und wurde nach dem Anschluss Österreichs an Deutschland als Militärstraße gebaut. Auf österreichischer Seite wurde 1955 begonnen, seit 1960 ist die Straße durchgehend befahrbar. In Österreich ist die Straße ausgezeichnet ausgebaut, aber auch in Italien wurde in den letzten Jahren viel getan. Bei meiner ersten Überquerung 1995 gab es noch viele Bauarbeiten und enge Stellen, meine Fahrt 2002 war schon deutlich entspannter. Im Jahr 2007 war die Straße vom Belag her durchgehend sehr gut, es bestehen aber immer noch einige Engstellen auf der Südrampe, wo vorsichtiges Fahren angesagt ist.
Nach drei Jahren waren wir 2010 wieder einmal am Timmelsjoch. Da waren wir überrascht vom neuen Passmuseum im Metallritten, in dem man sich über den Bau der Timmelsjochstraße ausführlich informieren kann. Davor steht auch ein neues Denkmal vom Schützenbataillon Ötztal und Passeiertal mit der Inschrift: "Was Freundschaft verbindet kann Politik nicht trennen".


Timmelsjoch, Blick zur österreichischen Seite (04.08.2007)


Timmelsjoch, Blick zur italienischen Seite mit Passmuseum und Denkmal (15.07.2010)

Im Jahre 2011 wurde die Timmelsjoch Hochalpenstraße als Erlebnisstraße fertig gestellt, am 24. August wurde dieses Projekt unter dem Titel Die Timmelsjoch Erfahrung übergeben. Bei meinem Besuch am 19.07.2011 gab es noch abschließende Arbeiten am Fernrohr, aber alle 5 Attraktionen konnten schon besucht werden, wobei außer der allgemeinen Maut keine weiteren Eintrittsgelder erhoben werden. Leider hatten wir auf der italienischen Seite bis zum Pass nicht das beste Wetter, erst am Steg kam dann die Sonne endlich hervor. Hier nun die 5 Stationen, in der Reihenfolge von Österreich aus:


Mit freundlicher Genehmigung der Timmelsjoch Hochalpenstraße AG

1. STEG

Vom Steg bei der Mautstelle hat man atemberaubende Ausblicke auf die Ötztaler Alpen. (19.07.2011)

2. SCHMUGGLER

In diesem Würfel gibt es interessante Informationen über die jahrhunderte alte Tradition des Schmuggels. (19.07.2011)

3. PASSMUSEUM


Hier erfährt man viel Interessantes über die Geschichte der Timmelsjoch Hochalpenstraße. Das Schild Metallritten aus dem Jahr 2010 wurde nun ersetzt durch ein neues Schild mit dem Namen der Straße, der Passhöhe und dem Symbol der Straße. (15.07.2010/19.07.2011)

4. FERNROHR

Diese beiden Körper sind so aufgestellt, dass der Blick auf einzelne Gipfel im Eis fokussiert wird, und zwar auf den Granatkogel (3304 m) und den Hohen First (3403 m). Im linken Teil kann man sich außerdem über Geologie des hinteren Passeiertales, die Gesteine und die Passeirer Bergziege informieren. (19.07.2011)

5. GRANAT

Während der linke Granat eine Aussichtsplattform ist, von der man einen spektakulären Blick auf Moos und das hintere Passeiertal hat, befindet sich im rechten Granaten eine Ausstellung zu verschiedenen lokalen Themen. (19.07.2011)

Viele weiterführende Informationen erhält man auf der Homepage der Timmelsjoch Hochalpenstraße AG : www.timmelsjoch.com

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